Öffentlichkeitsarbeit

Aus MedienWiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Version vom 16:20, 13. Apr. 2006

Um die Leistungen des Journalismus beschreiben zu können, ist setzt sich die derzeitige Forschung vor allem mit den Konsequenzen auseinander, die sich aus der Mediatisierung der Gesellschaft, also der wachsenden Relevanz von Medien für gesellschaftliche Prozesse, und ihren Rückwirkungen auf den Journalismus ergeben. Beobachtet wird in diesem Kontext u.a. eine wachsende Professionalisierung der Public Relations.

Die Analyse der Beziehungen von Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit stellt daher einen Schwerpunkt der empirischen Journalismusforschung dar. Nachdem zunächst, auf der Basis verschiedener Studien, ein deterministischer Einfluss der Public Relations auf den Journalismus konstatiert wurde, gehen neuere Untersuchungen von komplexen Interrelationen zwischen beiden sozialen Bereichen aus. Handlungstheoretisch werden ihre Beziehungen als „Intereffikation“, systemtheoretisch als „Interpenetration“ beschrieben.

Schließlich ist die strukturelle Kopplung von Journalismus und Public Relations als dynamischer Prozess zu begreifen, der durch Selbstbeobachtung und Reflexion möglich wird. Prozessorientierte Theorien zu entwickeln, erscheint zunehmend auch deshalb wichtig, weil der Journalismus und die Öffentlichkeitsarbeit sich in der Informationsgesellschaft rasant verändern. Für die weitere Theorieentwicklung sind insbesondere die wachsende Relevanz digitaler Medien, der zunehmende Einsatz vernetzter Kommunikationssysteme und die steigende Transkulturalität von Kommunikation zu berücksichtigen.

(Kommunikatorforschung Lernmodul 5: Leistungen)

(Behrens)

Persönliche Werkzeuge