(Strukturalismus und Poststrukturalismus)

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Strukturalismus und Poststrukturalismus

Während der 50er und 60er Jahre kamen in Frankreich vor dem Hintergrund der Sprachtheorie Ferdinand de Saussures verschiedene Theorien auf (vgl. Keller 2004: 14f.). Ferdinand de Saussure hat die strukturalistische Linguistik begründet, in der Sprache als ein Zeichenmodell aufgefasst wird. Dabei unterscheidet de Saussure zwischen langue und parole. Die langue bezeichnet das System der sprachlichen Zeichen, die parole hingegen bezeichnet den Gebrauch von Sprache, also wie sie von Individuen genutzt wird (vgl. Linke/Nussbaumer/Portmann 2001: 36). Wie der Begriff System schon vermuten lässt, steht jedes sprachliche Element in Relation zu anderen Elementen des Systems, sei es durch Abgrenzung oder durch Übereinstimmung. Somit sind sprachliche Zeichen in bestimmter Weise strukturiert, daher der Name Strukturalismus (vgl. Linke/Nussbaumer/Portmann 2001: 36f). Der strukturalistische Ansatz ist häufig kritisiert worden, da er die Leistung des Rezipienten bei der Interpretation von Texten nur ungenügend berücksichtigt (vgl. Keller 2005: 105). Aus dieser Kritik heraus entwickelte sich dann etwa ab Mitte der 60er Jahre der Poststrukturalismus, der den Rezipienten stärker in den Mittelpunkt der Betrachtungen rückt und den tatsächlichen Sprachgebrauch fokussiert.

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