Agenda Setting

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Die Prämisse dieses Ansatzes besteht darin, dass vor jeder Meinungs- oder Einstellungsbeeinflussung die Thematisierungsfunktion der Medien zum Tragen kommt. Mit dieser geht eine Strukturierungsleistung einher, die versucht, die soziale Wirklichkeit erfahrbar zu machen (vgl. Jäckel 158-159). Der amerikanische Publizist Walter Lippmann beschäftigte sich bereits Anfang der 20er Jahre mit diesem Ansatz und den einhergehenden Fragestellungen. Obwohl der Begriff ‚Agenda Setting’ erst gegen Ende der 60er Jahre eingeführt wurde, war zu diesem Zeitpunkt schon mehrfach dargestellt worden, dass die Medien aus der Vielfalt der tagtäglichen Ereignisse nur einen kleinen Teil auswählen können, über den dann als „Medienrealität“ berichtet wird. Die Medien legen somit die wichtigen Themen für die Öffentlichkeit fest und konstruieren für sie ein Themenuniversum. Folglich wird den Medien eine integrierende Leistung durch die Fokussierung auf gesellschaftlich relevante Themen zugesprochen. In der Chapel Hill-Studie wurden im Jahr 1972 von McCombs und Shaw die ersten empirischen Überprüfungen des Agenda Setting-Ansatzes durchgeführt. Untersucht wurde die Thematisierungsfunktion der Tagespresse für die Bevölkerung von Chapel Hill (North Carolina) während eines Wahlkampfs. (Sturm)

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