Das Stimulus-Response-Modell

Aus MedienWiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 1: Zeile 1:
-
Das Stimulus-Response-Modell lässt sich wie folgt charakterisieren:
+
Das in den 20er und 30er Jahren weit verbreitete S-R-Modell gilt als Axiom der direkten, unvermittelten sowie monokausalen Wirkung der Massenkommuni-kation auf den Rezipienten. Die massenhaft verbreiteten Botschaften, die als Stimuli wirken, erreichen die Rezipienten unmittelbar, werden von ihnen aufgrund ihrer Eindeutigkeit sofort wahrgenommen, anschließend verarbeitet und gespeichert. Da die Reaktionen der Rezipienten undifferenziert sind, führen sie am Ende zu nahezu identischen Responses. Bei diesem linearen Modell fehlen jegliche Rückkopplungen, sodass der Kommunikationsinhalt mit der Effekt-richtung gleichgesetzt wird. Zudem ist es statisch, wodurch es keinerlei Hinweise auf Lernprozesse geben kann. Die „Störquellen“ des S-R-Modells sind rein technischer Art. Zusammenfassend kann es durch die Gleichung '''Kommunikation = Wirkung''' charakterisiert werden.
-
 
+
Das Modell besitzt in der Literatur noch weitere Namen, wobei die folgenden zu den geläufigsten zählen:
-
* die Information erreicht den Rezipienten unmittelbar
+
* Reiz-Reaktions-Modell
-
* die Stimuli sind eindeutig und werden sofort wahrgenommen
+
* Hypodermic Needle-Modell
-
* die Reaktionen der Rezipienten sind undifferenziert
+
* Transmission Belt-Theorie
-
* lineares Modell, d.h. Fehlen von Rückkopplungen
+
* Magic Bullet-Theorie (vgl. Jäckel 1999: 59).
-
* statisches Modell, d.h. es gibt keinerlei Hinweise auf Lernprozesse
+
Am häufigsten wird jedoch die Stimulus-Response-Terminologie verwendet. (Sturm)
-
* die "Störquellen" sind rein technischer Art
+
-
 
+
-
=> '''Kommunikation''' '''=''' '''Wirkung''' (N.Sturm)
+

Version vom 11:52, 22. Okt. 2006

Das in den 20er und 30er Jahren weit verbreitete S-R-Modell gilt als Axiom der direkten, unvermittelten sowie monokausalen Wirkung der Massenkommuni-kation auf den Rezipienten. Die massenhaft verbreiteten Botschaften, die als Stimuli wirken, erreichen die Rezipienten unmittelbar, werden von ihnen aufgrund ihrer Eindeutigkeit sofort wahrgenommen, anschließend verarbeitet und gespeichert. Da die Reaktionen der Rezipienten undifferenziert sind, führen sie am Ende zu nahezu identischen Responses. Bei diesem linearen Modell fehlen jegliche Rückkopplungen, sodass der Kommunikationsinhalt mit der Effekt-richtung gleichgesetzt wird. Zudem ist es statisch, wodurch es keinerlei Hinweise auf Lernprozesse geben kann. Die „Störquellen“ des S-R-Modells sind rein technischer Art. Zusammenfassend kann es durch die Gleichung Kommunikation = Wirkung charakterisiert werden. Das Modell besitzt in der Literatur noch weitere Namen, wobei die folgenden zu den geläufigsten zählen:

  • Reiz-Reaktions-Modell
  • Hypodermic Needle-Modell
  • Transmission Belt-Theorie
  • Magic Bullet-Theorie (vgl. Jäckel 1999: 59).

Am häufigsten wird jedoch die Stimulus-Response-Terminologie verwendet. (Sturm)

Persönliche Werkzeuge