Diskussion:Gesellschaftstheorien 2: Kritische Theorie

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Fragen zur Diskussion in der Seminarsitzung

- "[Die Gesellschaft] wird nicht nur als eine Gesamtheit von Menschen in einer bestimmten Zeit aufgefasst, sondern vielmehr als "Verhältnisse", die dem Einzelnen übermächtig gegenüberstehen und Charakter und Handlungsmöglichkeiten der Menschen in weitaus stärkerem Maße formen, als diese zur Bildung der Gesellschaft beitragen können. Eine besondere Mittlerrolle komme dabei [...] den Massenmedien und der Massenkultur zu." (Wikipedia zu "Kritische Theorie")


- - * Sind die Massenmedien denn überhaupt in der Lage dazu, sich als Formender, also Akteur, in unsere Gesellschaft einzubringen? Inwiefern korreliert das mit der Handlungstheorie/Systemtheorie? - Antwort


- - - Enzensberger unterscheidt zwischen repressivem und emanzipatorischem Mediengebrauch (vgl. Schicha: "Kritische Medientheorien", S.113). Die Kriterien, die er für den emanzipatorischen Mediengebrauch anführt, wie "Jeder Empfänger ein potentieller Sender" oder "Interaktion der Teilnehmer" werden von dem Medium Internet erfüllt. Wie sehen die Vertreter der Kritischen Theorie das Internet? (Benedikt Bambach) - Antwort


- - - Die "Cultural Studies" und die "Kritische Theorie" als Theoriengebäude weisen einige Parallelen auf, aber auch deutliche Unterschiede in Bezug auf den Grad der Aktivität des Publikums und bezüglich des Verständnisses von Kultur. Kann man die "Cultural Studies" sozusagen als bewusstes Gegenkonzept zur "Kritischen Theorie" verstehen? Oder wie lässt sich der Zusammenhang zwischen diesen beiden Ansätzen erklären? Sind "Cultural Studies" nur eine Form der etwas moderneren Anwendung der "Kritischen Theorie"? (Christa Weber) - Antwort


- - - Adorno spricht in seinem "Prolog zum Fernsehen" von der "fatalen 'Nähe' des Fernsehens", wo sich die Menschen, die sich vor dem Fernsehgerät versammeln, allmählich voneinander entfremden, ohne sich darüber tatsächlich im Klaren zu sein. Zwar sieht im Grunde jeder für sich Fern, doch kann man diese Tätigkeit nicht auch als eine gesellschaftliche Erfahrung sehen, indem die Menschen mit dem Fernseher agieren, besonders hinsichtlich dieser neuen, "aufregenden" und "spektakulären" Medienerfahrung, wie sie es zu Beginn des Fernsehens noch war? Inwieweit lassen sich die Überlegungen Adornos überhaupt noch auf das heutige Fernsehen anwenden, gerade im Hinblick auf Entwicklungen wie Interaktion, Plasmafernsehen und Heimkinos? (Lisa Meyer) - Antwort


- - Adorno und andere kritisieren die Massenmedien und warnen vor der Gefahr des Kapitalismus.Die Verdummung der Menschen wäre mittels des Fernsehens vorprogrammiert. Basiert ihre Theorieentwicklung aufgrund der eigenen politischen Ideologie? (Britta Behrens) - Antwort - Ich glaube, dass Adorno und die anderen nicht die politische Ideologie an sich kritisieren, sondern die Möglichkeit mittels Fernsehen die Menschen zu manipulieren. Es geht um die Art und Weise wie man das Massenmedium ideologisch missbraucht. (Mihaela Milanova --Mila2c01 15:01, 22. Jan 2006 (CET))


- - Wie ist der Bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen Sender mit den von den Vertretern der kritischen Theorie getroffenen Aussagen zu vereinbaren? (Pia Schmitt) - Antwort

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