Erkenntnistheorien (Konstruktivismus)

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Menschen nehmen die Wirklichkeit nicht wahr, wie sie ist, sondern entwerfen Modelle von ihr. Somit ist nicht nur der Stimulus ein Modell der Wirklichkeit, sondern auch die Wahrnehmung dieses Entwurfs. In der Umwelt gibt es folglich weder Dinge noch Ereignisse, da alles Beobachtbare die Eigenleistung (= Konstruktion) des Beobachters, des operierenden Systems ist. Für diesen Entschlüsselungsprozess ist Kommunikation von zentraler Bedeutung. Man kann die Abläufe der Wahrnehmung nicht unmittelbar beobachten und ist somit stets auf Beschreibungen angewiesen. Folglich beobachtet der Rezipient die Beobachtungen anderer, und Medienangebote liefern somit nicht ein Spiegelbild, sondern nur ein mögliches Bild der Wirklichkeit. Aus diesem Grund ist die hierbei bezeichnete Realität das Werk von Beschreibungen, die auf den Unterscheidungen und Selektionen verschiedener Rezipienten beruhen. Zusammenfassend kann zum Ausdruck gebracht werden, dass Medienangebote somit kein Spiegelbild, sondern nur ein mögliches Bild der Realität bereitstellen (vgl. Jäckel 1999: 79) (Sturm)

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