Funktionalistische Empirismus

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Die ersten funktionalistischen Versuche einer Journalismustheorie gehen in erster Linie auf die Werke von Manfred Rühl und Siegfried Weischenberg zurück. Die größten Unterschiede zum Legitimismus der Mainzer Schule zeigt sich am deutlichsten bei der Frage, welches berufliche Selbstverständnis Journalisten besitzen und wie handlungsrelevant es letztendlich ist. Dies ist das umstrittenste Thema der Journalismusforschung, da es auch eine medienpolitische Relevanz hat. Die so genannten Funktionalisten stimmen nicht mit den Vertretern der Mainzer Schule überein, dass die Journalisten als Missionare statt Vermittler in Erscheinung treten. Ein wertender Journalismus kommt für sie nicht in Frage.

Sie kritisieren die theoretische Schwäche dieser Behauptung. Es herrschen methodische Defizite und es mangelt an Repräsentativität. Strukturelle Bedingungen bei der Medienproduktion werden außer Acht gelassen. Zeit- und Quellenabhängigkeit, sowie Einflüsse der Redaktionstechnik spielen keine Rolle.

Der Akteur steht im Fokus und wird als Vierte Gewalt im Staat angesehen. Dieses Rollenverständnis des Journalisten wird in 2 repräsentativen Studien widerlegt.

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