Gerbner: Kultivierungsprozesse

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Das Fernsehen gilt als der integrierende Symbolproduzent in der Gesellschaft, der bestimmte Perzeptionen der sozialen Realität beim Publikum kultiviert. George Gerbner meint damit, dass durch die Kultivierung als Medieneffekt bei Personen, die viel fernsehen – im Gegensatz zu den Wenigsehern – die wahrgenommene soziale Realität von den inhaltlichen Strukturen des Fernsehens geprägt wird. Eine Wirkung von Medienbotschaften auf das öffentliche Bewusstsein ist demnach dann nachgewiesen, wenn sich die Antworten der Viel- und Wenigseher signifikant voneinander unterscheiden. Gerbner konnte in seinen Untersuchungen nachweisen, dass Vielseher ihre Umwelt ängstlicher wahrnehmen und misstrauischer sind (vgl. Jäckel 1999: 204). Dementsprechend äußern sie mehr Angstgefühle, glauben, häufiger in Gewalttaten verwickelt zu werden und zeigen eine gesteigerte Bereitschaft, in als bedrohlich empfundenen Situationen selbst aggressiv zu reagieren (vgl. Bonfadelli 1999: 246). (Sturm)

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