Handlungstheorien

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Handlungstheorien

Die Handlungstheorie

Mit Hilfe der Handlungstheorie sollen Handlungen aus Sicht desjenigen, der die Handlung vollzieht, erklärt und auf wissenschaftlicher Ebene untersuchbar werden. Ihren Ursprung hat die Handlungstheorie bei dem Soziologen Max Weber, der in seinem Buch der soziologischen Grundbegriffe den Handlungsbegriff als ein „...menschliches Verhalten..., wenn und insofern als der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden.“ (Weber 1921/1984: 19) bezeichnet. Die Handlungstheorie versucht zum Beispiel zu klären, wie aus Handlungen soziale Ordnungsgefüge entstehen. Dabei spielen sogenannte «Phänomene dritter Art» eine Rolle. Schließlich bietet die Handlungstheorie auch eine perspektivische Erweiterung der Systemtheorie. Sie gibt dabei im Gegensatz zur Systemtheorie eine innenperspektivische Sichtweise vor. Es wird also die Person als Handelnder und nicht als Teil eines Systems betrachtet. Die Handlungstheorie ist somit eine Theorie, die auf der Mikroebene fasst.


Grundlage: Der Handlungsbegriff

Der Begriff der Handlung steht natürlich im Mittelpunkt neben dem Handelnden selbst. Die Handlung ist stets intentional und folgt unterschiedlichen Motiven. Im Gegensatz dazu steht das Verhalten, welches das reagieren auf Umwelteinflüsse oder auch Handlungen beschreibt. Zur Abgrenzung der beiden Begriffe später mehr. Im Mittelpunkt der soziologischen Vorväter der Handlungstheorie stand das soziale Handeln. Max Weber wollte damit das subjektive Handeln, was sich auf rein materielle Gegenstände bezieht, vom Handeln, bei dem ein sozialer Aspekt im Mittelpunkt steht (wie etwa die Weitergabe von Wissen, Hilfestellungen, etc.). Im Mittelpunkt dabei stehen Motive, die XXX


Die Begriffskette des Handelns

Quelle: Eigene Erstellung. Die Begriffskette des Handelns

TEXT Handeln hat niemals einen objektiv „richtigen“ Sinn

Verhalten und Handeln gegeneinander abgegrenzt

Verhalten... ... beschreibt physiologische / psychologische Vorgänge ... kann Handlungsmöglichkeiten einschränken ... kann ein bestimmtes Handeln hervorrufen ... Kann in der Masse von Menschen soziale Wirkungen zeigen und bestimmte soziale Strukturen beeinflussen

Handeln... ... geht „Sinn machen“ voraus ... erfolgt nach Handlungsmustern dynamischer Prozess ... unterliegt kulturellen Einflüssen ... ist intentional

folgt unterschiedlichen Motiven

Vertreter der Handlungstheorie

Handlungstheorien finden in verschiedenen wissenschaftlichen Richtungen wie zum der Soziologie und der Psychologie Anwendung. Sie hat sich vor allem aus den Ideen Max Webers, Emile Durkheim, Talcott Parson und später auch Jürgen Habermas entwickelt.


Der Regelbegriff

Mit dem Begriff der Regel soll erklärt werden, wie soziales Handeln, also das Handeln in seinem direkten Umfeld, möglich ist. Durch Regeln, die als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, kann „Die Feststellung, dass eine bestimmte Handlung vorliegt, setzt [...] bereits die Kenntnis einer Regel voraus [...].“ (Bucher 2000)

Regeln werden allgemein als bekannt vorausgesetzt.

Regeln helfen beim Verstehen (z.B. bei einer Glosse) Regeln kennen heißt nicht, sie auch formulieren zu können

Handlungstheorie in der Medienwissenschaft

Der Journalismus bedient sich auch handlungstheorischen Denkens. Der vorgestellte Begriff der Regel spielt dort eine große Rolle. Praktisch angewandt würden sich so zum Beispiel beim Verfassen einer Journalismus handelt indirekt und dynamisch Der einzelne Journalist vollzieht Handlungen Die Institution des Journalismus gibt das Handlungsmuster vor

Literatur

  • Weber, Max (1921/1984): Soziologische Grundbegriffe.
  • Bucher, Hans-Jürgen (2000): Journalismus als kommunikatives Handeln. In: Löffelholz, Martin (2000): Theorien des Journalismus. Ein diskursives Handbuch. S. 245-273
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