Kommunikator-Theorien: Theorien des Journalismus

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„Theorien des Journalismus“ – Martin Löffelholz widmet diesem Teil der Medienkommunikationstheorien ein ganzes Buch und das ist durchaus angemessen angesichts der Fülle von Ansätze und praktischen Rezeptionsstudien, die die Journalismusforschung geprägt haben und bis heute prägen. Wir wollen hier einen ersten Überblick über beiden Hauptströmungen, dem Akteur- und dem Systemansatz aufzeigen, empfehlen aber für eine tiefergehende Beschäftigung, einfach der Literaturliste Journalismusforschung oder der Linkliste Journalismusforschung zu folgen. (Reers)


Inhaltsverzeichnis

Definition Journalismusforschung/ Journalismus

„Journalismusforschung versucht auf der Basis wissenschaftlicher Vorstellungen und mit Hilfe empirisch-analytischer Methoden die soziale Wirklichkeit des Journalismus zu beobachten und zu erforschen“, schreibt Johannes Raabe 2005 in der Einleitung zu seinem Buch über „Die Beobachtung journalistischer Akteure“. (vgl. Literaturliste Journalismusforschung)

Dies ist eine sehr moderne Sichtweise, aber das Phänomen Journalismus hat schon seit Beginn der Zeitungs- und Publizistikwissenschaften Forscher beschäftigt und sie durch seine Komplexität in viele verschiedene Richtungen gelenkt. So gilt Kaspar Stielers Erörterung „Zeitungs Lust und Nutz“ von 1695 als Beginn der Journalismusforschung. Hier wird erstmals die Bedeutung der Presse für das politische, gesellschaftliche und private Leben herausgestellt. (Raabe, 2005, 15)


Auch Heinrich von Kleist, Dramatiker des 19. Jh., beschäftigte sich mit dem Journalismus und schrieb: „Die Journalistik, überhaupt, ist die treuherzige und unverfängliche Kunst, das Volk von dem zu unterrichten, was in der Welt vorfällt.“ Diese doch sehr breite Definition erscheint heute mehr als überholt.

Und so definiert Hans-Jürgen Bucher 1998 im "Historischen Wörterbuch der Rhetorik" präziser: „Unter Journalismus versteht man zum einen die Gesamtheit der Tätigkeiten von Journalisten, also die Sammlung, Prüfung, Auswahl, Verarbeitung und Verbreitung von Nachrichten, Kommentaren sowie Unterhaltungsstoffen durch Massenmedien. […] Zum zweiten wird mit Journalismus im allgemeinen die öffentliche Berichterstattung in Presse, Hörfunk, Fernsehen und im Internet als eine gesellschaftliche Institution bezeichnet.“


Wie der Unterschied zwischen diesen beiden Definitionen deutlich zeigt, entwickelte sich der Journalismus, wie wir ihn heute kennen, vor allem dadurch, dass sich mit der Professionalisierung journalistischer Berufsrollen und dem Übergang zur großbetrieblichen Produktionsweise die Relevanz des bis dahin dominierenden, „schriftstellernden Journalismus“ (Baumert, 1928) - von dem Kleist klar ausgeht - reduzierte und der heutige, redaktionelle Journalismus - den Bucher beschreibt - entstand.

Die Journalismusforschung im Deutschen Sprachraum weist dagegen keine so lineare Entwicklung auf, sondern ist vielmehr multi-perspektivisch abgelaufen. Damit ergibt sich ein uneinheitliches Bild von einer Vielzahl verschiedener Theoriegebilden, die noch bis heute auf die Journalismusforschung wirken. Dabei sei aber angemerkt, dass Journalismustheorien klar von Theorien der Massenmedien abzugrenzen sind, weil Journalismus und journalistische Kommunikation auch ohne massen-mediale Vermittlung vorstellbar sind. (Reers)

Traditionen und Ansätze der Journalismusforschung

Als erste theoretische Beschreibung des Journalismus gilt die Monographie „Geschichte des deutschen Journalismus“ von Robert Eduard Prutz (1816-1872) aus dem Jahr 1845, in der erstmals der Journalismus, nicht die Publizistik oder Zeitungswissenschaft, im Mittelpunkt des Interesses stand.


Aber auch Dieter Paul Baumerts Abhandlung über „Die Entstehung des deutschen Journalismus“ von 1928 stellt einen wichtigen, frühen Versuch da, die historische Entwicklung des Berufs des Journalisten zumindest grob zu strukturieren. Im Rahmen der Professionalisierung des Journalismus und einer damit allmählich aufkommenden Arbeitsorganisation journalistischen Handelns, erfasste diese Studie erstmals dieses zentrale Klassifikationsmerkmal. (Raabe, 2005, 15)


Schon 1910 beschrieb dann Max Weber (1864-1920) in seiner „Enquete über das Zeitungswesen“ ein bis heute beispielhaftes, multiperspektivisches Forschungsprogramm. Er forderte eine sozialwissenschaftliche, empirisch-analytische, komparatistisch angelegte, quantitativ wie qualitativ vorgehende und im Multimethoden-Design konzipierte Untersuchungsanlage. Damit wollte er eine theoriegeleitete und empirisch-analytisch ausgerichtete Bestandsaufnahme der deutschen Presse, insbesondere der journalistischen Produktions- und Arbeitsbedingungen, erreichen.

Er vertritt damit die Prämisse, dass soziale Zusammenhänge nur durch die Beziehungen von Individuum und Gesellschaft erklärt werden können. Aus dieser Grundannahme Webers leiten sich die späteren Handlungstheorien ab, deren Kerngegenstände die handelnden Akteure, ihre Handlungen und deren Sinn sind.


Zwischen 1970 und 1990 lösten erfahrungswissenschaftliche Theorien, wie Weber sie bereits Jahre zuvor forderte, ihre akademischen Vorläufer in der Journalismusforschung ab. Die neuen Theorien beziehen sich auf empirisch erfassbare Objektbereiche und werden durch die Überprüfung dieser beeinflusst. Dabei haben sich im Verlauf der Geschichte zwei größere, vergleichsweise dauerhafte Traditionen herausgebildet, die sich seither gegenüberstehen: Eine personen- und eine systembezogene Forschung. Ihre jeweiligen Vorstellungen bilden zwei konkurrierende Paradigmen im Forschungsfeld, d.h. charakteristische Systeme von Anschauungen und Vorverständnissen innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft. (Raabe, 2005, 18-19)

(Reers)

Akteur Ansatz Journalismusforschung

Die akteursorientierte Journalismusforschung konzentriert sich auf die Untersuchung der journalistischen Individuen. Ihre Fähigkeiten, Talente, Handlungen und Motivationen stehen im Vordergrund dieser Theoriefamilie. Systemische und organisatorische Begrenzungen oder Zwänge existieren nicht oder spielen zumindest nur eine untergeordnete Rolle. Die ersten Vertreter dieses individualistischen Konzepts gingen jedoch nicht empirisch vor, sondern beschrieben vielmehr das Berufs- und Lebensschicksal von renommierten Journalisten und Publizisten der 50er und 60er Jahre und zwar in Form von Biographien. Dies waren die ersten Beiträge zum Berufsbild des Journalisten, die auch noch vom eigenen Stand produziert wurden. (Raabe, 2005, 22) Damit entwarfen die frühen Theoretiker auf der Basis individueller Lebensläufe und einer insgesamt individualistischen Weltanschauung eine journalistische Begabungsideologie, die bei manchen Theoretikern gar so weit führte, Journalisten zu geistigen Führern zu erheben. (vgl Emil Dovifat (1890-1969))

(Reers)

Normativ-ontologischer Ansatz

Deutlich zeigt sich die Idee der Begabungsideologie im Werk des Zeitungswissenschaftlers Emil Dovifat (1890-1969), der seit 1928 in Berlin lehrte, eine zentral gesteuerte Propaganda gut hieß und im Nachkriegsdeutschland zu den Gründungsvätern der westdeutschen Publizistikwissenschaft gehörte. Seine ‚Gesinnungspublizistik’ bildete die Basis für einen personenbezogenen Journalismusbegriff. (Löffelholz, 2004, 41)

Emil Dovifat sah den Journalismus als eine Form der Publizistik an, unter der er „jede öffentlich bedingte und öffentlich geübte geistige Einwirkung auf die Öffentlichkeit, um diese ganz oder in Teilen durch freie Überzeugung oder kollektiven Zwang mit Gesinnungskräften über Wissen und Wollen im Tun und Handeln zu bestimmen“, verstand. (Dovifat, 1968, 5)

Dovifats Einfluss sowohl auf die journalistische Berufspraxis (Begabungsideologie) als auch auf die wissenschaftliche Theoriebildung (personenbezogener Journalismusbegriff) ist gleichwohl bis in die heutige Zeit nachweisbar. Wegen der isolierten Konzentration auf die Begabung und Gesinnung einzelner Journalisten blieben der empirische Ertrag und die theoretische Komplexität des ‚normativen Individualismus’ insgesamt jedoch gering. (Löffelholz, 2004, 41)

(Reers)

Kritik an diesem Ansatz

Gegen diese verengte Auffassung wandte sich die moderne Soziologie, die unter anderem von Max Weber beeinflusst wurde. Sie rückte von der deterministischen Funktion des Individuums ab und stellte die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft in den Mittelpunkt der Analyse. Immerhin belegte Dovifat nicht die Quellen, auf Basis derer er sein Wissen äußerte. (Raabe, 2005, 27) Damit bot seine akademische Lehre viel Angriffsfläche.

Auch der Begründer der deutschen Soziologie, Ferdinand Tönnies (1855-1936) kritisierte die subjektivistischen, normativ-ontologischen Ansätze, für die Journalismus das Werk individueller Persönlichkeiten war, deren Eigenschaften wiederum dafür verantwortlich waren, was der Journalismus hervorbrachte. Gesellschaftliche und organisatorische Bezüge, wie Arbeitsteilung und redaktionelle Arbeitsprozesse, würden zwar registriert, aber letztlich immer auf das Tun einzelner Personen zurückgeführt.

Heute konkurrieren in der Soziologie unterschiedliche theoretische Ansätze miteinander, welche die Freiräume des Individuums im Verhältnis zur Gesellschaft als mehr oder minder groß beschreiben. (Reers)

Analytischer Empirismus

Die Einsicht, dass intersubjektive Überprüfbarkeit nötig ist, und der gleichzeitige Verzicht auf allgemeine normative Weltbilder führten dazu, dass sich die deutsche Publizistikwissenschaft in den 60er und 70er Jahren den empirisch-analytischen Sozialwissenschaften zuwand. So konzentrierte man sich zunehmend auf empirische Methoden (Empirismus), die noch heute ein zentrales Paradigma der Journalismusforschung darstellen. (Löffelholz, 2004, 41-42)

Der Erfolg des Konzepts beruht vor allem auf den Prämissen einer definierten Qualitätsnorm wie zum Beispiel „intersubjektive Überprüfbarkeit“ und der Konzentration auf empirische Prüfungen von Theorien mittlerer Reichweite und mittlerer Komplexität. So „blieben die Untersuchungen jener Zeit begrenzt auf die empirische Analyse sozialer Merkmale von Journalisten sowie sozialstruktureller Dimensionen des Journalistenberufs.“ (Raabe, 2005, 31)

Als Vorreiter dieser Richtung gilt der Amerikaner Kurt Lewin (1980-1947), der während des zweiten Weltkrieges das Einkaufsverhalten amerikanischer Hausfrauen sozialpsychologisch untersuchte und dabei den Gatekeeper- Ansatz entwickelte. (Löffelholz, 2004, 42)

Diesen hat David Manning White 1950 (Literaturliste Journalismusforschung) auf die Journalismusforschung übertragen und zitiert Lewin dabei mit folgender Aussage: „The traveling of a news item through certain communication channels was dependent on the fact that certain areas within the channels functioned as ‘gates’.” (vgl. Löffelholz, 2004, 42) Diese Tore würden entweder von unparteiischen Regeln oder von Torwächtern bewacht. Die Torwächter entscheiden dann, welche Nachricht rein gelassen wird und welche nicht. Um die Funktionsweise dieses Tors zu verstehen, muss man die Faktoren kennenlernen, die die Entscheidung der Gatekeeper bestimmen.

Mit dieser personenzentrierten Betrachtung reduzierte White seine Analyse freilich auf die Betrachtung der individuellen, von strukturellen Bedingungen scheinbar unabhängigen Auswahlentscheidungen des Gatekeepers, so dass trotz einer empirisch-analytischen Vorgehensweise die Studie einen methodologisch-individualistischen Ansatz verfolgte. Erst die empirisch begründete Einsicht, dass die Selektion von Nachrichten auf komplexeren Prozessen beruht, weitete den Blick (vgl. Löffelholz, 2004, 42/ Raabe, 2005, 34-35) und die verengte Perspektive des Individualjournalismus wurde nach und nach durch komplexere Gatekeeper-Konzepte ersetzt, die bald auch institutionelle und systemorientierte Elemente integrierten. Mit dieser zunehmend organisationsbezogenen Perspektive bereitete die Gatekeeper-Forschung „den Boden für eine im weitesten Sinn systemtheoretische Herangehensweise.“(Gesellschaftstheorien 1: Systemtheorie) (Löffelholz, 2004, 44)


Der Gatekeeper- Ansatz ist als ein Beispiel empirisch-analytischer Journalismusforschung anzusehen, denn bis in die 70er Jahre haben sich verschiedenste Ansätze mit einer enormen thematischen Vielfalt entwickelt. Andere bedeutende Ansätze sind die Lasswell Formel (Who says what in which channel to whom with what effect, 1948), das Sender-Empfänger-Modell von Claude Shannon und Warren Weaver von 1949 und das Feld-Modell, mit dem Gerhard Maletzke 1963 die Modellvorstellung vom Kommunikator als „Faktor“ im Prozess der institutionalisierten Massenkommunikation entwickelte. (Raabe, 2005, 32-33) Zu den untersuchten Themenfeldern gehörten berufliche Einstellungen und Bewusstseinsstrukturen von Journalisten, Professionalisierung und Sozialisation in Medienbetrieben, redaktionelle Organisationsstrukturen und Arbeitsbedingungen, die Folgen der Einführung neuer Technologien oder die Berufssituation von Frauen im Journalismus. (Reers)

Legitimistischer Empirismus

Eine weitere Form der empirischen Journalismusforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie journalistische Berufseinstellungen legitimiert sind, also "ob diejenigen, die den größten Einfluß auf die Inhalte der Massenkommunikation ausüben, mit dieser Macht so umgehen, daß der Gemeinschaft daraus kein Schaden erwächst." (Donsbach, 1982, 10) Der legitimistische Empirismus stellt damit einen Teil der Medienwirkungsforschung (Rezeptionstheorien) dar.

Begründet wurde diese Disziplin in Deutschland von der so genannten Mainzer Schule, einer Forschungstradition, die durch drei Merkmale gekennzeichnet ist:

  1. Konzentration auf gesellschaftliche Konflikte,
  2. kritische Distanz zu den Machtgruppen, was auch die Medien einschließt, und
  3. Verwendung quantitativer Forschungsansätze.

Bis Ende der 70er Jahre hatten sich die entsprechenden Fachvertreter vor allem mit dem Publikum (Elisabeth Noelle-Neumann) und den Medienaussagen (Hans Mathias Kepplinger) befasst.

Weiter wurden, um die Leitfrage des legitimistischen Empirismus zu beantworten, kommunikationspolitische Normen, insbesondere die verfassungsrechtliche Stellung der Medien, mit Befunden der empirisch-analytischen Journalismusforschung konfrontiert. Das heißt, Aussagen über das journalistische Selbstverständnis, die politischen Präferenzen von Journalisten und ihren Motiven, die sie mit ihrem Beruf verbinden, werden verbunden mit Aussagen über den Umgang mit Kollegen sowie den Vorstellungen, die Journalisten vom Publikum besitzen. Eine Analyse dieser Merkmale und Einstellungen wird deshalb als wichtig erachtet, weil angenommen wird, dass sie handlungsrelevant sind, also Konsequenzen für die journalistischen Produkte und damit das Publikum haben.

Dem Legitimistischen Empirismus der Mainzer Schule (Kepplinger und Donsbach) steht der Funktionalistische Empirismus gegenüber (Rühl und Weischenberg). Ihre Unterschiede offenbaren sich besonders bei der Frage, welches Selbstverständnis Journalisten besitzen und wie handlungsrelevant dieses ist. (Löffelholz, 2004, 45)


In den letzten Jahren hat sich die akteursorientierte Journalismusforschung mit einer Vielzahl von Themen beschäftigt: Berufsmotivation und Ausbildung, Qualifikationsanforderungen und Kompetenzen, berufliche Sozialisation und Professionalisierung, sozialer Status und Berufszufriedenheit, intramediäre und intermediäre Mobilität, berufsrelevante Einstellungen und journalistische Ethik, politische Einstellungen und Publikumsbilder, Abhängigkeiten und Entscheidungsprozesse, Rollenselbstverständnis und dessen Handlungsrelevanz usw.

Empirische Erhebungen dieser Art spielen nach wie vor eine große Rolle in der aktuellen Journalismusforschung, jedoch nur als ein Teil einer makroperspektivischen Untersuchung. Es geht „dieser Forschung nicht so sehr um die Erkenntnisse über spezifische Merkmale solcher Medieninhalte selbst, sondern dahinter liegend um mögliche Folgen, die sich durch Charakteristika journalistischer Wirklichkeitsbeschreibungen für Meinung und Einstellung des Publikums und der Öffentlichkeit (Theorien der Öffentlichkeit) ergeben.“ (Raabe, 2005, 38-39)

(Reers)

System Ansatz Journalismusforschung

Journalismus als Funktionssystem

Journalismus als Leistungssystem der Öffentlichkeit

Journalismus als Subsystem der Massenmedien

Kritik an den systemischen Ansätzen

Integrative Theorien

Komplementär Theorie nach Uwe Schimank

Ausblick auf zukünftige Journalismusforschung

Cultural Studies

International vergleichende Journalistenforschung

Insgesamt hat die international vergleichende Journalistenforschung, eingeleitet von Renate Köchers Pionierstudie (1985), in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel das Projekt „Media and Democracy“ unter der Leitung von Thomas E. Patterson und Wolfgang Donsbach, in dem berufliche Einstellungen und redaktionelle Strukturen am Beispiel von 5 Ländern untersucht wurden. Obgleich es sich keineswegs um eine für den gesamten Journalismus repräsentative Studie handelt, sieht Donsbach (Mainzer Schule) seine Annahme erneut bestätigt, dass deutsche Journalisten einen missionarischen Stil der Berichterstattung pflegen und nicht durch redaktionelle Kontrolle korrigiert werden. (Ilias: Journalismusforschung Modul IV) In meinen Augen ist das ein erschreckender Befund. (Reers)

Literaturliste Journalismusforschung

Baumert, Dieter Paul. (1928) Die Entstehung des deutschen Journalismus. Eine sozialgeschichtliche Studie. München, Leipzig: Duncker & Humblot.

Bucher, Hans-Jürgen. (1998) Journalismus. In: Ueding, Gert (Hrsg.). Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Tübingen: Niemeyer Verlag. 729-741.

Donsbach, Wolfgang. (1982) Legitimationsprobleme des Journalimus. Gesellschaftliche Rolle der Massenmedien und berufliche Einstellungen von Journalisten. Freiburg, München: Karl Alber.

Dovifat, Emil. (1968) Die publizistische Persönlichkeit. In: Handbuch der Publizistik, Bd.1. Berlin, New York: de Gruyter.

Hoffjann, Olaf ((2001) Journalismus und Public Relations. Ein Theorieentwurf der intersystembeziehungen in sozialen Konflikten. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag. 16-37.

Kleinsteuber, Hans J./Pörksen, Bernhard (Hg.)/Weischenberg, siegfried (2005) Handbuch Journalismus und Medien. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH.

Kleist, Heinrich von.(um 1809) Einleitung zum Lehrbuch der Französischen Journalistik. Im: Wochenblatt Germania.

Löffelholz, Martin. (2004) Theorien des Journalismus. Eine historische, metatheoretische und synoptische Einführung. In: Löffelholz, Martin (Hrsg.) Theorien des Journalismus. Ein diskursives Handbuch. 2.Auflage. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag. 17-63.

Lünenborg, Margreth (2005) Journalismus als kultureller Prozess. Zur Bedeutung von Journalismus in der Mediengesellschaft. Ein entwurf. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Luhmann, Niklas (1996) Die Realtität der Massenmedien. (2. erw. Aufl. ed.). Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Malik, Maja (2004) Journalismus-Journalismus. Funktion, strukturen und strategien der journalistischen Selbstthematisierung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Raabe, Johannes. (2005) Die Beobachtung journalistischer Akteure. Optionen einer empirisch-kritischen Journalismusforschung. Wiesbaden: VS-Verlag.

White, David Manning. (1950) The Gatekeeper. A case study in the selection of news. IN: Journalism Quarterly, Vol. 27, 383-390.

Linkliste Journalismusforschung

ILIAS

= e-Learning-Plattform Ilias, open source. Kommunikatorforschung Lernmodul 4. Akteure.

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