Strukturelemente

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Als die vom Journalismus als relevant erachteten Ereignisse mehr wurden, als die Notwendigkeit zur Auswahl aus einer Fülle von Informationen wuchs, entstanden '''[[Entscheidungsregeln]] und Verfahrensweisen''' zur systematischen Bearbeitung und Ordnung des Stoffes.
Als die vom Journalismus als relevant erachteten Ereignisse mehr wurden, als die Notwendigkeit zur Auswahl aus einer Fülle von Informationen wuchs, entstanden '''[[Entscheidungsregeln]] und Verfahrensweisen''' zur systematischen Bearbeitung und Ordnung des Stoffes.
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(vgl. Kommunikatorforschung Lernmodul 3: Welche Strukturen kennzeichnen den Journalismus?)
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(Behrens)

Aktuelle Version vom 17:20, 13. Apr. 2006

Das journalistische System besteht aus drei Strukturelementen:


Journalistische Organisationen sind Massenmedien wie Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten sowie Redaktionen. Redaktionen sind der primäre organisatorische Bezugspunkt journalistischer Tätigkeit.

Journalistische Programme betreffen die journalistischen Kerntätigkeiten der Selektion und Vermittlung. Journalistische Arbeit erfolgt einem Programmschema. Programme treten auf als Handlungs- und Entscheidungsprogramme. Sie haben sich ausdifferenziert in Darstellungsformen und Vermittlungsformen wie Nachricht, Bericht, Kommentar, Glosse, Interview, Reportage, Feature. Programme sind im Journalismus auch Standards für die Auswahl von Informationen zur journalistischen Bearbeitung, sie geben Kriterien wie Neuheit, Nähe, Relevanz, öffentliches Interesse als Basis für Selektionsentscheidungen vor. Ebenfalls als Programme angesehen werden können Ressorts und Rubriken. Sie sind gewissermaßen ein vorgefertigter Rahmen für Ereignisfelder, für Themen oder für spezifische Darstellungsformen, in den hineingearbeitet wird. Mit dem Recherchieren hat der Journalismus ein systemspezifisches Programm zur eigenständigen Sammlung von Informationen herausgebildet.

Journalistische Rollen umfassen primär die Journalisten. Die Journalistenrolle ist horizontal und vertikal differenziert. Horizontal lassen sich Hierarchieebenen wie Chefredakteur, Ressortleiter, Redakteur, Volontär und freier Mitarbeiter unterscheiden; vertikal folgt die Differenzierung spezifischen Themenfeldern und organisatorischen Aufgaben, wenn zwischen Politikredakteuren, Wirtschaftsredakteuren, Kulturredakteuren, Sportredakteuren, Lokalredakteuren, Chef vom Dienst, technischen Redakteuren, Produktionsredakteuren und z.B. freien Mitarbeitern unterschieden wird.


Als die vom Journalismus als relevant erachteten Ereignisse mehr wurden, als die Notwendigkeit zur Auswahl aus einer Fülle von Informationen wuchs, entstanden Entscheidungsregeln und Verfahrensweisen zur systematischen Bearbeitung und Ordnung des Stoffes.

(vgl. Kommunikatorforschung Lernmodul 3: Welche Strukturen kennzeichnen den Journalismus?)

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(Behrens)

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